ausführliche Vereinsgeschichte

Vorwort des Vereinsgründers Georg Keull aus dem Jubilumsheft zu „40 Jahre Vereinsgeschichte“ vom 14. Juli 2007:

Am Anfang war zunächst nur der Gedanke einen neuen Billardverein zu gründen, nachdem der 1. BC Coesfeld 1949 aus seinem Verein-Billardlokal, der Gaststätte Keull Am Roten Baum, aus welchem Grunde auch immer, ausgezogen war. Nach Umfragen in der Nachbarschaft an jugendlichen Schulabgängern durch mich und Rudolf Renger, der zwei begeisterte Buben für den Billardsport hatte, konnten durch Stammgäste der Gaststätte Keull einige billardbegeisterte Jugendliche angeworben werden, sodaß man davon ausgehen konnte, was natürlich riskant war, eine Vereinsgründung vorzubereiten. Die Räumlichkeiten waren da, nur ein Billard mußte angeschafft werden. Nach Rückfrage mit dem Fachgeschäft der Firmal Wenzel in Gelsenkirchen durch mich, konnte ich das Billard auf Abzahlungsbasis mit einer Billarduhr kaufen und in dem damaligen Billardraum aufstellen.

Nach mehreren Billardabenden mit den angeworbenen Jugendlichen, die auch nebenbei Skat und Doppelkopp zum Zeitvertreib spielten wenn gewartet werden musste um Billard zu spielen, wurde in gemeinsamer überlegung der Termin für eine Vereinsgründung festgelegt. Am 28. Dezember 1966 wurde mit Begeisterung und Benennung des zukünftigen Vereins, ausschließlich durch die Jugendlichen die Billard-Gesellschaft Coesfeld 66 ins Leben gerufen. Die Billard-Gesellschaft Coesfeld 66 hat heute durch ihren Zusammenhalt ein eigenes Billardheim und spielt seit Jahren in der Bundesliga. Sie ist nicht nur in ganz Deutschland, sondern auch über die Grenzen Deutschland’s hinaus bekannt und im billardsportlichen Einsatz mit einem, nach vielen Umfragen, guten Namen. Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Mitgleidern bedanken für den jahrzehntelangen Einsatz für unseren Verein und denke auch in an die Mitglieder, die bereits verstorben sind. Sie mögen in Frieden Ruhen. Nur durch die Gemeinsamkeit der Vereinsmitglieder konnte sich die Billard-Gesellschaft Coesfeld so entwickeln. Ich wünsche dem Verein weiterhin für die Zukunft viel Glück und Erfolg!

Der Vereinsgründer
Georg Keull

 

Zeitreise in die Vergangenheit: Entwicklung der Billard-Gesellschaft Coesfeld 1966

Wir gehen zurück in das Jahr 1966, in dem Jahr, in dem England die Fussball Weltmeisterschaft durch das umstrittene Tor gewann. Pech für Deutschland. Aber die BG Coesfeld 1966 nahm ihren Anfang. Ende Dezember 1966 wurde erstmalig mit jungen begeisterten Nachbarnjungens aus dem Eschgebiet in Coesfeld im zukünftigen Vereinslokal Keull eine Versammlung zur Gründung eines neuen Billardclubs abgehalten. Die Leitung übernahmen Rudolf Renger und Georg Keull. Die Namensnennung des zukünftigen Clubs wurde ausschließlich von den anwesenden jungen Menschen vorgeschlagen und nach einstimmiger Abstimmung verabschiedet. Ebenso wurde einstimmig festgelegt, daß der monatliche Beitrag vorerst 3,00 DM pro Monat betragen solle. Das Anbringen der Billarduhr zur Abzahlung des Billards, das von Georg Keull in Vorleistung durch die Firma Wenzel aus Gelsenkirchen beschafft wurde, war laut Beschluss lebensnotwendig und erforderlich. Abschließend wurde der Vereinsvorstand mit dem 1. und 2. Vorsitzenden sowie dem Schatzmeister und dem Sportwart gewählt.

Anfang des Jahres 1967 wurde der neue Verein „Billard-Gesellschaft Coesfeld 1966“ in den Billardkreis Münsterland angemeldet, um noch in der Spielsaison ’67/’68 an den Münsterlandmeisterschaften mit der Mannschaft und im Einzelwettbewerb teilnehmen zu können. Von da an nahm alles einen erfreulichen Verlauf, denn einige erfahrene Billardspieler aus dem bestehenden Billardverein BC Coesfeld 1949, in dem auch Georg Keull gespielt hatte und viele Meisterschaften gewann, wechselten ihre Vereinsangehörigkeit zu dem neuen Verein, sodaß bereits die BG Coesfeld 1966 in der Saison ’67/’68 nach der Zweisung in die bestehende erste Münsterlandklasse, mit einer Mannschaft mit den vorbelasteten Spielern, den zweiten Tabellenplatz nach Beendigung der Saison erreichen konnte. Durch unermüdlichen Einsatz und Trainingseifer unter der Leitung von Georg Keull, konnten in der darauffolgenden Spielsaison bereits einige Jugendliche in einer angemeldeten zweiten Mannschaft im Münsterlandkreis als Jugendmannschaft mitspielen.

So ist zum Beispiel hier Günter Linnenbnak zu nennen, der bereits nach einem Jahr Training einen bemerkenswerten Durchschnitt von 3 Points erreichte. Im Laufe der folgenden Jahre wurden auch viele jugendliche Interessenten in den Billardclub aufgenommen. Es war ein Kommen und Gehen wenn man nach kurzer Zeit keine Spielerfolge hatte. Rainer Linnenbank, der jüngere Bruder von Günter Linnenbank, trat 1971 in den Verein ein und war, wie Günter Linnenbank, eine sportliche Bereicherung für den Verein. Dieses Brüderpaar, das sollte sich später herausstellen, war bzw. ist von ungeheurer Wichtigkeit, denn heute sind Günter Linnenbank und Rainer Linnenbank der Motor des Vereins.

Im Jahre 1972 hatten die Mitglieder beschlossen, im Jahre 1973 einen ersten Vereinsausflug durchzuführen. Der Clubausflug, wo war man sich einig, sollte interessanter Weise nach Mallorca gehen. Durch eisernes Sparen der Jugendlichen wurde dann auch die Reise am 07. März 1973 mit dem Flieger, als Flugreise für vier Tage ab Flughafen Düsseldorf, durchgeführt. „Es war ein Mordsgaudi!“

So vergingen die Jahre in denen viele Mannschaftsmeisterschaften und Einzelmeisterschaften auf Landesebene sowie im Münsterlandkreis mit jährlichen Kreissiegerehrungen und Festen, wo eine große Anzahl der Billardspielder BG Coesfeld 1966 für ihre Leistungen auf dem grünen Tisch ausgezeichnet wurden.

Anfang der 80er Jahre musste der Verein wegen Umbauarbeiten der Gaststätte Keull die Räumlichkeiten verlassen und konnte glücklicherweise gegenüber der Gaststätte die ehemaligen leerstehenden Verkaufsräume des Schuhgeschäftes Rekers und den daneben liegenden Verkaufsladen der Metzgerei Lasthaus, im Geschäftshaus Rekers, günstig anmieten. Nach einer Sondersitzung und Beratung mit den Vereinsmitgliedern des inzwischen gestandenen und gefestigten Vereins, mit nun erwachsenen Mitgliedern, wurde mit Einverständnis aller Beteiligten nach einer Hochrechnung (Erhöhung des Monatsbeitrages und einem geringfügigen Aufschlag auf Getränkeausgaben), ein Mietvertrag mit dem Hausbesitzer Karl-Heinz Rekers unterzeichnet. Die notwendigen Umbauarbeiten, zum Beispiel zumauern der großen Schaufensterscheiben, Thekengestaltung im Aufenthaltsraum für die Getränkeausgabe, Stühle und Tische für die Sitzgelegenheiten, uvm., wurden in Angriff genommen und in kürzester Zeit fertiggestellt. Die mittlerweile erworbenen zwei kleinen Billards wurden aufgestellt und weiter ging es mit erfreulichen Resultaten. Die Recherchen zur Miete der Billardräume in Eigenverwaltung gingen auf, sodaß sie durch die Beitrags- und Getränkeausgabeerhöhung bezahlt werden konnte.

Im Jahr 1982 wurde, was man noch nicht voraussehen konnte, der Billard-Gesellscahft Coesfeld 1966 ein goldenes Ei ins Nest gelegt, das die BG Coesfeld 1966 in die Spitze des Deutschen Billardsports heben sollte. Ein Jugendlicher, genannt Anderas Niehaus, ließ sich in unserem Billardverein im Jahre 1982 aufnehmen. Andreas, dies merkte man schon nach kurzer Zeit, war ein Billardtalent und förderungswürdig. Georg Keull, 1. Vorsitzender des Vereins, nahm schon früh Kontakt mit den überörtlichen Trainern des Deutschen Billardbundes auf um Andreas in Lehrgängen das Billardspiel in Vollendung beizubringen. Und tatsächlich wurde an höchster Stelle eine Förderungswürdigkeit nach der ersten Trainingswoche in Hachen anerkannt. Alles weitere nahm nun einen grandiosen sportlichen Verlauf, der die BG Coesfeld 1966 über die Landesgrenzen hinaus bekannt machte. Als jugendlicher Leistungsträger konnte er nach kurzer Zeit (1984, also schon zwei Jahre, nachdem er Billard spielte) Jugendkreismeister und anschliessend Vize-Westfalenmeister in der Jugendklasse werden. Im Jahre 1986 wurde die Westfalenjugendmeisterschaft gewonnen. Andreas nahm demzufolge an der Deutschen Jugendmeisterschaft teil, wobei er als Neuling den hervorragenden 6. Platz belegte. Alles hat seine Zeit und Bestimmung! Ein ernormer Aufschwung der Billard-Gesellschaft Coesfeld 1966 war in der Mache.

Beginn des Jahres 1987 wurde im Vorstand der Billard-Gesellschaft Coesfeld 1966, bestehend aus den Mitgliedern Georg Keull, Herbert Dold, Günter Linnenbank und Rainer Linnenbank, darüber diskutiert, ob man nicht mit öffentlichen Geldern ein Billardheim in Eigenleistung erstellen könne. Nach tagelangen überlegungen und Recherchen über das Für und Wider beschloss man zunächst bei den zuständigen Stellen bzw. Geldgebern Erkundigungen einzuholen. Die vorsichtige Anfrage bei der Stadt Coesfeld, im Sportzentrum Coesfeld ein Grundstück auf Erbpacht zu erwerben und wenn möglich eine Beihilfe zu bekommen fiel bei den Stadtvertretern Herrn Roling und Herrn Peschkes auf fruchtbaren Boden. Nach weiteren Anfragen bei Landessportbund in Duisburg, Herrn Rütters, der ein zinsloses Darlehen zur Verfügung stellen würde, sowie eine erfolgreiche Darlehenszusage der Stadtsparkasse Coesfeld, die als Sicherheit die Geldbereitstellung der Stadt Coesfeld und die Geldzusage des Landessportbundes Duisburg zugrunde legte, konnte das Bauvorhaben verwirklicht werden. Innerhalb kürzester Zeit, bei den o.a. Finanzzusagen der Gelder und der zusage des Architekten Alois Steinberg, der vom 2. Vorsitzenden Herbert Dold angeheuert wurde, übernahm dieser alle Formalitäten und Gestaltung zum Bau des Billardheimes. So konnte der Bau des Billardheimes umgehend beginnen.

Am 27. Mai 1987 wurde der so genannte erste Spatenstich unter Beteiligung vieler Clubmitglieder vollzogen. Nach einer Bauzeit von nur vier Monaten, bedingt durch die enorme Aktivität unseres Architekten Alois Steinberg, der für die kurzfristige Anlieferung der notwendigen Baumaterialien und den notwendigen Einbau durch Fachkräfte für den Rohbau sorgte, wurde der Rohbau zunächst als Balken- und Lattengerüst einschließlich der Holzbinder des Dachstuhles in kürzester Zeit fertiggestellt. Hier ist zu bemerken, dass einige Mitglieder täglich, nach der Berufsarbeit auf der Baustelle waren und bei Wind und Wetter als Handlanger für Speiß der Mauerarbeiten sorgten bzw. andere Arbeiten durchführten. Außer den Vorstandsmitgliedern die täglich auf der Baustelle zu finden waren sind hier die Mitglieder Leo Müthrath, Menne Genster, Rainer Dold, Andreas Niehaus, Horst Krummel, Herbert Roters, Rainer Vagedes u.a.m. zu nennen. Anschließend wurde die Verlattung des Dachstuhles durchgeführt und das Dach mit den bereits angelieferten Dachziegeln in Eigenleistung eingedeckt. Nachdem Außentüren und Fenster eingebaut waren (die Großfenster kamen aus einem Abbruchgebäude der Firma Horten in Münster), konnte der Innenausbau beginnen. Die Materialien für den kompletten Innenausbau wurden von Herbert Dold günstig besorgt (Türen, Platten für die Wandverkleidung), abgeholt und unter Mithilfe aller Mitglieder eingebaut bzw. angebracht. Die Arbeiten zum Innenausbau verliefen auch reibungslos und konnten kurzfristig abgeschlossen werden. Für das Verlegen der Elektroleitungen sorgte ein Elektrofachmann, der von Herbert Dold besorgt wurde. So konnte im noch nicht ganz fertiggestellten Billardheim erstmalig Anfang Oktober 1987 auf nun zwei neu erworbenen großen Billards gespielt werden, sodaß die Saison ’87/’88 bereits im eigenen Billardheim durchgeführt werden konnte. Nach Fertigstellung der Restarbeiten wurde in einem Festakt, wozu alle beteiligten Befürworter zum Billardheimbau eingeladen wurden, das Billardsportheim seinen Bestimmungen übergeben und vom Dechant St. Lamberti Coesfeld eingesegnet. Hiernach ging der Spielbetrieb im Kreis Münsterland und im Billard-Amateurverband-Westfalen auf den kleinen und großen Billardtischen weiter.

Bei den Münsterlandeinzelmeisterschaft der Jugend wurde Andreas Niehaus im Billardkreis Münterland auf kleinem Billard Kreismeister mit einem Kreisrekord-Durchschnitt von 128,75 Points. Demzufolge gewann er im gleichen Jahr die Westfalenjugendmeisterschaft. Im Jahre 1989 konnte auf großem Billard die erste Mannschaft des Vereins erstmalig in den klassischen Disziplinen Freie, Cadre 47/2, Cadre 71/2, Einband und 2 x Dreiband mit den Spielern Andreas Niehaus, Rainer Linnenbank, Werner Hagedorn, Roland Gries, Jelle Piyl und Hubert Hellenkamp in die zweite Bundesliga aufsteigen. Zunächst musste die Oberliga gewonnen werden, was mit den folgenden Mannschaften und Spielern erreicht wurde:

1. Mannschaft:
Uli Wolf,
Rainer Linnenbank,
Werner Hagedorn,
Roland Gries,
Jelle Piyl und
Hubert Hellenkamp.

2. Mannschaft:
Andreas Niehaus,
Rainer Dold,
Christoph Sicking,
Günter Linnenbank,
Georg Keull und
Herbert Dold.

Viel Interesse am Billardsport zeigte man im Münsterlandkreis, sodaß sich zwei gute Spieler aus dem Münsterland, Werner Hagedorn (Dülmen) und Christoph Sicking (Stadtlohn), der BG Coesfeld 1966 anschlossen. Ebenso kamen einige gute Verstärkungen aus dem Ruhrgebiet: Roland Gries und Uli Wolf. Anlässlich der interessanten Billardbegegnungen auf den großen Billardtischen füllten sich zu den Mannschaftsmeisterschaften an den Wochenenden währen der Spielsaison das Billardheim mit interessierten Zuschauern aus Nah und Fern. Im Jahre 1991 wurde im Billardheim der BG Coesfeld 1966 die erste Deutsche Einzelmeisterschaft im Einband durchgeführt. Diese Meisterschaft, an der auch Billardmeister aus der ehemaligen DDR teilnahmen, hatte für den Verein erfreuliche Folgen: Carsten Lässig und Axel Bücher, einst DDR-Spitzenspieler, schlossen sich dem Coesfelder Billardverein an, nachdem sie im Münsterland Arbeit gefunden hatten und umgezogen waren. diese beiden Spitzenspieler wurden in der Coesfelder Mannschaft eingesetzt, sodaß die erste Mannschaft der Billard-Gesellschaft Coesfeld 1966 nach der im Vorjahr gewonnenen Mannschaftsmeisterschaft der 2. Bundesliga in die 1. Bundesliga der Saison ’94/’95 aufsteigen konnte.

Berlin, Frankfurt und andere Billardhochburgen waren hier die Gegner. Auch bei diesem Einsatz erbrachte Andreas Niehaus eine Höchstleistung in der 1. Bundesliga in der freien Partie mit einem Generaldurchschnitt von 120,00 Points. Leider wurde später in ganz Deutschland das Dreibandspiel in den Vordergrund geschoben, sodaß die Klassikbundesligamannschaft der BG Coesfeld 1966 abgemeldet wurde und eine Bundesliga-Dreibandmannschaft, zunächst für die die 2. Bundesliga, angemeldet wurde.

Das Jahr 1994 brachte auch für einen gebürtigen Coesfelder den höchsten Erfolg: die BG Coesfeld 1966 führte im Vereinsheim auf großem Billard die Deutsche Senioren-Einzelmeisterschaft aus. Hier wurden alle Mühen und der unbändigen Siegeswille der vergangenen Jahre von Andreas Niehaus belohnt, denn ee wurde in der höchsten deutschen Spielerklasse – der freien Partie auf nun großem Billard – Deutscher Billard Meister 1994.

Im Jahre 1998 wurde unter dem 1. Vorsitzenden Herbert Dold eine Erweiterung des Billardheimes für die Pool-Billardabteilung angestrebt und zum Teil auf Kosten der Stadt Coesfeld in Eigenleistung wie vor durchgeführt. Die Herstellung der Elektroinstallation in dem Anbau wurden jedoch von dem Mitglied Siegfried Schmidt durchgeführt. So wurde nach kurzer Bauzeit auch der Anbau unter der fachlichen Anleitung unseres Poliers Heinz Stemmann, ebenfalls Vereinsmitglied der Billard-Gesellschaft Coesfeld 1966, fertiggestellt.

Im Jahr 2000 stieg erstmalig die erste Dreiband-Mannschaft des Vereins in die obere Bundesligaklasse auf, verstärkt durch den niederländischen Spitzenspieler und mehrfachen niederländischen Meister Jelle Piyl aus dem deutsch-holländischen Grenzbereich. Nach Umstellung auf Dreibandspiel konnte Andreas Niehaus nach viel Training einen bemerkenswerten Durschnitt von 1,00 Point erreichen, was im Dreibandspiel schon eine besondere Leistung darstellt. Nach dem Wiederabstieg 2001 sollte es drei weitere Jahre dauern, bis die erste Mannschaft im Jahre 2004 wieder in die 1. Bundesliga aufsteigen konnte. Rückblickend auf das Jahr 2001, hier wurde mit Vereins-Billardspielern bei der Deutschen-Pokal-Mannschaftmeisterschaft (DPMM) der zweite Platz (Vizemeister) belegt, um später am Europapokalspiel mit der Mannschaft Jelle Piyl, Andreas Niehaus, Jörg Schertel, Carsten Lässig und Rainern Linnenbank teilzunehmen.

Im Laufe der Spielsaison 2004 in der 1. Dreibandbundesliga spielte der Coesfelder Andreas Niehaus gegen den mehrfachen belgischen Weltmeister im Dreiband, Raimund Ceulemans, im Zweikampf um die Punkte. Der Spielbetrieb im Verein hat sich im Laufe der Jahre stabilisiert, sodaß die Dreibandmannschaften wie folgt mit den folgenden Mitgliedern belegt sind. Die erste Mannschaft spielt zur Zeit mit den Sportlern Andreas Niehaus, Jörg Schertel, Carsten Lässig und einer Verstärkung von unseren holländischen Freunden in der zweiten Bundesliga. Die zweite Mannschaft bringt in der Oberliga gute Leistungen mit Rainer Dold, Günter Linnenbank, Rainer Linnenbank und einer Verstärkung aus Holland. Eine weitere Mannschaft spielt in der Landesliga mit den Spielern Siegfried Lehmann, Georg Keull, Jochen Schnieder und Helmut Böing. Im Kreis Münsterland spielt eine Dreibandmannschaft mit den Billardteuren Helmut Böing, Klaus Meinert, Marius Gardian und Rainer Gardian. Als Ersatz stehen Uwe K., Karl-Heinz Kerkeling, Bernhard Kerkeling, Heinrich Stemmann, Johannes Brandt und weitere Mitglieder zur Verfügung.

Die einst jungen Vereinsmitglieder, die den Verein mit aufgebaut haben, halten den Verein auf Kurs und sind die heutigen tragenden Säulen mit dem 1. Vorsitzenden Günter Linnenbank, dem Geschäftsführer Rainer Linnenbank und dem Sportwart Andreas Niehaus, der auch für den jugendlichen Nachwuchs sorgt, damit die Zukunft und der Fortbestand der Billard-Gesellschaft Coesfeld 1966 gesichert ist. Mit Freue ist zu berichten, dass unser Spitzenspieler Carsten Lässig, genannt Gutzte, unter dem Namen des Vereins viele Deutsche Meisterschaften in verschiedenen Spieldisziplinen gewann und an Europameisterschaften teilgenommen hat. Zum Schluß ist zu bemerken, dass die BG Coesfeld 1966 bisher fünf Deutsche Billardmeisterschaften in verschiedenen Disziplinen erfolgreich durchgeführt hat.